Produktentwicklung im FM durchführen
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Methode: Produktentwicklung im FM durchführen
Die Produktentwicklung im Facility Management ist ein systematischer Ansatz zur Gestaltung und Einführung neuer FM-Dienstleistungen und -Produkte. Sie verbindet Kundenanforderungen mit effizientem Prozessdesign und Innovationskraft, um servicebasierte Angebote zu schaffen, die klar dokumentiert und auf Marktbedürfnisse abgestimmt sind. Durch strukturierte Phasen – von Analyse über Prototyping bis hin zur Markteinführung – werden Risiken minimiert und Qualität sichergestellt. Die Methode fördert standardisierte, kundenorientierte Lösungen, die Betriebskosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit des FM-Dienstleisters erhöhen.
Produktentwicklung im Facility Management strukturiert umsetzen
- Einführung in die Methode
- Ziel der Methode
- Anwendungsbereich
- Ausgangssituation
- Voraussetzungen
- Benötigte Daten
- Organisatorische Rollen
- Vorgehensstruktur
- Erwartete Ergebnisse
- Vorteile der Methode
- Grenzen der Methode
- Typische Einsatzbereiche
- Standards und Rahmenwerke
- Tools
Einführung in die Methode
Die Produktentwicklung im FM betrachtet Dienstleistungen als Produkte, die gezielt geplant, gestaltet und kontinuierlich verbessert werden können. Traditionell wurden FM-Leistungen oft reaktiv oder adhoc erbracht; moderne Entwicklungen fordern jedoch ganzheitliche, integrierte Lösungen. Dieses methodische Vorgehen überträgt bewährte Entwicklungsprinzipien aus dem Produkt- und Servicemanagement auf das Facility Management. Dabei stehen zwei Perspektiven im Mittelpunkt: Der Bedarfsträger (Kunde) definiert das „Was“ – also den gewünschten Service bzw. das Ergebnis – und der FM-Dienstleister bestimmt das „Wie“, also die Art der Umsetzung. Analog zum Lasten- und Pflichtenheft im Ingenieurwesen sorgt diese Trennung für eine klare Festlegung der Anforderungen und ermöglicht eine effiziente Lösungsentwicklung.
Die Methode stützt sich auf moderne Innovationsansätze
Elemente des Design Thinking bringen nutzerzentrierte Kreativität und Prototyping ein, Lean-Startup-Prinzipien fördern schnelle, iterative Entwicklungsschritte („Minimum Viable Service“), und Service Engineering garantiert einen phasenorientierten, systematischen Entwicklungsprozess. In Summe ermöglicht die FM-Produktentwicklung einen strukturierten, kundenorientierten Innovationsprozess, der sowohl betriebstechnische als auch organisatorische Anforderungen berücksichtigt.
Ziel der Methode
Das Hauptziel ist, neue oder verbesserte FM-Produkte zu entwickeln, die optimal an die Bedürfnisse von Anwendern und Stakeholdern angepasst sind. Hierbei sollen klare Produktdefinitionen, Leistungsbeschreibungen und Qualitätskriterien entstehen. Die Methode zielt darauf ab, die Zufriedenheit der Kunden zu steigern, indem sie ein gezieltes Erarbeiten von Dienstleistungsangeboten ermöglicht – etwa durch strukturierte Kundenbefragungen und ein genaues Anforderungsmanagement. Zugleich soll der Entwicklungsaufwand durch standardisierte Prozesse und Meilensteine effizient gesteuert werden, um Zeit- und Kostenrisiken zu minimieren.
Weitere angestrebte Ergebnisse sind eine gesteigerte Innovationsfähigkeit sowie die strategische Ausrichtung der FM-Dienstleistungen. Durch die Produktentwicklung werden Marktfähigkeit und Abgrenzung gegenüber Wettbewerbern verbessert, da systematisch neue Leistungspakete kreiert werden können (z. B. green building services oder Smart-Building-Lösungen). Ebenfalls sorgt die Methode für eine höhere Transparenz: Klare Verantwortlichkeiten, Dokumentationen (z.B. Pflichtenheft) und Kennzahlen (SLAs, KPI) machen den Entwicklungsfortschritt und den Nutzen des neuen Produkts nachvollziehbar. Letztlich soll der Prozess gewährleisten, dass neue FM-Leistungen termingerecht, budgetgerecht und in der geforderten Qualität realisiert werden.
Anwendungsbereich
Die Methode kann sowohl bei externen FM-Dienstleistern als auch in unternehmensinternen Facility-Management-Abteilungen angewandt werden. Typische Einsatzszenarien sind: die Einführung neuartiger Servicepakete (z. B. kombinierte Reinigungs- und Instandhaltungsangebote), die Erweiterung des Leistungsportfolios (etwa um digitale Services wie Predictive Maintenance oder Flächenmanagement-Tools) oder die Anpassung an regulatorische Neuerungen (z. B. ESG-Reporting-Services). Ebenso bietet sie sich an, wenn bestehende Angebote überarbeitet werden sollen – etwa nach Fusionen, bei organisatorischen Veränderungen oder zur besseren Nutzung technologischer Innovationen.
Anwendungsbereiche erstrecken sich über alle FM-Dimensionen
In technischen FM-Projekten kann die Methode helfen, neue Instandhaltungskonzepte (z. B. IoT-basierte Überwachung) zu entwickeln. Im infrastrukturellen FM unterstützt sie das Design von Services wie Logistik- oder Sicherheitsmanagement. Auch im strategischen FM (etwa Flächen- und Performance-Management) dient sie der Entwicklung analytischer Produkte und Konzepte. Insgesamt ist der Anwendungsbereich breit gefächert – immer dann, wenn FM-Leistungen systematisch geplant, getestet und eingeführt werden sollen.
Ausgangssituation
Die Produktentwicklung wird typischerweise angestoßen, wenn die bestehenden FM-Angebote nicht mehr ausreichen oder neue Anforderungen aufkommen. Dies kann durch veränderte Kundenbedürfnisse (z. B. stärkerer Fokus auf Nachhaltigkeit oder flexible Arbeitsplätze), technologische Fortschritte (z. B. Building Automation, Digitalisierung) oder Marktveränderungen (neue Wettbewerber, Outsourcing-Trends) motiviert sein. Auch Fehler oder Unzufriedenheit in aktuellen Prozessen weisen auf Handlungsbedarf hin. Beispielsweise kann die Einführung strenger Umweltauflagen eine Neuentwicklung eines Energiemanagement-Service erfordern oder die zunehmende Nutzung von IoT-Technologien den Bedarf für ein neues Monitoring-Produkt signalisieren.
Oft liegt eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit vor
Anforderungsdefinitionen sind unklar, Verantwortlichkeiten nicht definiert, und die Kommunikation zwischen FM-Anbieter und Nutzer ist lückenhaft. In solchen Situationen ist ein strukturierter Entwicklungsprozess unerlässlich. Ausgangspunkt sind daher meist eine Problemstellung oder eine konkrete Idee – etwa ein Kundenwunsch nach 24/7-Bereitschaft oder eine interne Initiative zur Kostenreduktion. Mit Beginn der Methode wird die Ist-Situation genau analysiert und das Projekt formell initiiert.
Voraussetzungen
Die erfolgreiche Durchführung der Produktentwicklung im FM setzt bestimmte Voraussetzungen voraus.
Management-Commitment: Die Unternehmensleitung unterstützt das Vorhaben aktiv und stellt notwendige Ressourcen (Budget, Personal, Zeit) bereit.
Interdisziplinäres Team: Es besteht ein Projektteam aus FM-Experten, Technikern, Prozessmanagern, Vertretern der Nutzer und ggf. Marketing/Vertrieb.
Klare Projektziele und Strategie: Das Projekt ist in die Gesamtstrategie des FM-Unternehmens eingebettet; Ziele, Umfang und Erfolgskriterien sind definiert.
Strukturierte Organisation: Es gibt entweder eine zentrale Einheit für Innovation/Serviceentwicklung oder klare Regelungen, wie die Entwicklung neuer FM-Angebote organisatorisch verankert ist.
Methodische Kompetenz: Erfahrungen mit Projekt- und Prozessmanagement, Innovationsmethoden (Design Thinking, agile Techniken) oder Change Management sind vorhanden.
Daten- und IT-Infrastruktur: Zugang zu FM-Daten (z. B. CAFM-System, Gebäudepläne) und geeignete Softwarewerkzeuge für Planung und Kommunikation sind verfügbar.
Kommunikations- und Entscheidungsprozesse: Es existieren regelmäßige Abstimmungs- und Kontrollmechanismen (z. B. Lenkungskreis), um das Projekt zu steuern und Entscheidungen zeitnah zu treffen.
Benötigte Daten
Für eine fundierte Entwicklung werden verschiedene Informationen und Datensätze benötigt.
Kunden- und Bedarfsdaten: Ergebnisse aus Nutzerbefragungen, Interviews oder Anforderungsworkshops sowie Marktanalysen und Benchmark-Daten.
Leistungs- und Prozessdaten: Aktuelle Leistungskennzahlen (SLA-Reports, Kosten) und Beschreibungen bestehender FM-Prozesse bzw. Leistungspakete.
Bestandsdaten: Technische Daten der Gebäude und Anlagen (aus CAFM-Systemen oder BIM-Modellen), Flächennutzung und Inventarlisten.
Finanz- und Budgetinformationen: Investitionsbudget, Wirtschaftlichkeitskennziffern und Kostenstelleninformationen zur Abschätzung der Rentabilität.
Regulatorische Vorgaben: Gesetzliche Anforderungen und Standards (z. B. Arbeitsschutz, Energiemanagement, Umweltauflagen), die das Produkt erfüllen muss.
Technologietrends: Informationen über neue Technologien und Tools (z. B. IoT-Sensorik, Softwarelösungen), die in das Produkt integriert werden können.
Dokumentation vergangener Projekte: Lessons Learned, interne Audit-Berichte oder sonstige Erfahrungswerte aus ähnlichen Entwicklungsprojekten.
Für die Produktentwicklung im FM sind in der Regel folgende Rollen notwendig:
Auftraggeber/Sponsor: Fachexperte aus der Geschäftsführung oder Leitung, der das Projekt initiiert und übergeordnete Ziele vorgibt.
Produktmanager/Service-Owner: Verantwortlich für die inhaltliche Definition des neuen Produkts, Koordination der Anforderungen und Abstimmung mit Stakeholdern.
Projektleiter: Verantwortet Planung, Organisation und zeitliche Steuerung des Entwicklungsprojekts; moderiert Meetings und berichtet an den Auftraggeber.
Anforderungsmanager: Erfasst und dokumentiert Kundenanforderungen (Lastenheft), koordiniert Änderungswünsche und stellt die Vollständigkeit sicher.
Fachliche Experten: Techniker, Ingenieure oder FM-Fachleute, die die Machbarkeit prüfen, Konzepte entwerfen und technische Details definieren.
Betriebs- und Organisationsvertreter: Stellen sicher, dass der neue Service in die operativen Abläufe integrierbar ist, inkl. Schulung und Support.
Qualitäts- und Risikomanager: Überwachen die Einhaltung von Standards und identifizieren Risiken; definieren ggf. Test- und Abnahmekriterien.
Marketing/Vertrieb (bei externen Anbietern): Beteiligen sich an Marktanalysen, Preisfindung und Positionierung des neuen Produkts.
IT-/CAFM-Administrator: Sorgt für die technische Umsetzung in den Systemen (z. B. Datenintegration ins CAFM) und unterstützt bei IT-Anforderungen.
Typische Schritte sind:
Initiierung des Projekts: Projektauftrag klären, Team zusammenstellen, Projektziele und -umfang festlegen.
Analyse der Ausgangslage: Markt- und Bedarfsanalyse durchführen, Stakeholder identifizieren, Ist-Prozesse dokumentieren.
Konzeptentwicklung: Kundenanforderungen sammeln (Lastenheft erstellen), Ideen generieren (Workshops, Kreativtechniken) und erste Lösungskonzepte entwerfen.
Detailplanung: Pflichtenheft mit konkreten Leistungsbeschreibungen, Prozessabläufen, Kosten- und Ressourcenplanung erstellen.
Prototyping/Pilotphase: Entwicklung eines Prototyps oder Pilotdienstes; z. B. Pilotbetrieb in einer Testumgebung oder Simulation.
Test und Validierung: Pilot erproben, Feedback sammeln, Qualität prüfen; auf Basis der Ergebnisse Produkt und Prozesse optimieren.
Vorbereitung der Einführung: Endgültiges Produkt fertigstellen, Ablaufdokumentationen und Schulungsunterlagen erstellen, interne Freigabeprozesse durchlaufen.
Rollout/Implementierung: Neues FM-Produkt in den Regelbetrieb überführen; Kunden, Anwender und FM-Personal einweisen und erste Einsätze begleiten.
Monitoring und Optimierung: Nach Einführung den Servicebetrieb beobachten, Kennzahlen (KPIs) erfassen, Feedback auswerten und kontinuierlich Verbesserungen einleiten.
Erwartete Ergebnisse
Durch die Anwendung der Methode entstehen klare und umsetzbare Resultate. Zunächst liefert sie eine präzise Spezifikation des neuen FM-Produkts (z. B. aktualisiertes Pflichtenheft, Prozessbeschreibungen und Leistungsverzeichnisse). Weiterhin wird ein getestetes Pilotkonzept vorliegen, das als Blaupause für den Echtbetrieb dient. Betriebsbereite Dokumentationen (Checklisten, Service-Handbücher, Einarbeitungspläne) sind ebenfalls erwartete Ergebnisse, ebenso wie Schulungsunterlagen für beteiligte Mitarbeiter. Finanzielle Projektunterlagen (Kostenkalkulation, Business Case) bilden die Basis für Investitionsentscheidungen.
Neben diesen greifbaren Outputs bringt die Methode langfristig auch organisatorische Verbesserungen: Die beteiligten Teams verfügen über ein besseres Verständnis der Kundenbedürfnisse und interner Abläufe, was weitere Innovationen erleichtert. Durch festgelegte Kennzahlen (z. B. in einer Balanced Scorecard) lässt sich die Leistung des neuen Produkts quantifizieren. Insgesamt soll die Methode zu einem neuen, marktfähigen FM-Angebot führen, das erfolgreich betrieben wird und dessen Mehrwert sowohl intern (Effizienz, Transparenz) als auch extern (Kundenzufriedenheit, Erlöse) messbar ist.
Vorteile der Methode
Diese Vorgehensweise bietet zahlreiche Vorteile. Sie stellt sicher, dass neue FM-Dienstleistungen konsequent auf den Kunden ausgerichtet sind und nicht aus dem Bauch heraus entstehen. Die strukturierte Phasenarbeit schafft Transparenz und reduziert Fehlentwicklungen: Anforderungen werden früh geklärt und prototypisch überprüft, bevor große Investitionen getätigt werden. Dadurch sinkt das Risiko von Fehlentscheidungen. Die Methode fördert zudem die interdisziplinäre Zusammenarbeit und führt zu innovativen Lösungen, die einzelne Abteilungen allein oft nicht erreichen würden. Standardisierte Prozessschritte sorgen für Effizienz und Wiederholbarkeit. Sobald ein Produkt entwickelt ist, kann es als Vorlage dienen, um ähnliche Angebote zu etablieren oder zu standardisieren, was Skaleneffekte und Kosteneinsparungen ermöglicht. Gleichzeitig wird durch definiertes Projektmanagement die termingerechte und budgetkonforme Realisierung gefördert. Die Nutzung moderner Ansätze (z. B. Design Thinking, Lean) bringt Kreativität, ohne die notwendigen Kontrollen zu vernachlässigen. Schließlich schafft die Methode eine Basis für kontinuierliche Verbesserung: Nach Abschluss werden Erfahrungen dokumentiert und in nachfolgende Projekte eingebracht, sodass das Unternehmen langfristig lernt und seine FM-Angebote stetig optimiert.
Grenzen der Methode
Trotz ihrer Stärken hat die Methode auch Grenzen. Sie erfordert einen hohen Planungs- und Abstimmungsaufwand, was Zeit und Kosten verursacht. Für kleinere, kurzfristige Fragestellungen kann das Vorgehen daher als zu aufwändig erscheinen. Ohne echtes Commitment der Geschäftsführung und ausreichende Ressourcen kann das Projekt scheitern. Ebenso hängt der Erfolg wesentlich von der Qualität der erfassten Daten und Anforderungen ab – unvollständige oder falsche Informationen führen zwangsläufig zu suboptimalen Produkten.
Da FM-Dienstleistungen nicht patentierbar sind, besteht die Gefahr, dass entwickelte Services von Wettbewerbern schnell kopiert werden; daher lohnt sich die Methode vor allem, wenn der FM-Anbieter seine Innovationskraft gezielt ausspielen kann. Weiterhin birgt die Iteration mit Kundenfeedback das Risiko, dass sich Anforderungen während der Entwicklung stark ändern (Scope Creep), wenn nicht klar gesteuert wird. Insgesamt ist die Methode dann weniger geeignet, wenn eine schnelle Lösung für ein begrenztes, rein technisches Problem gesucht wird, das keinen ganzheitlichen Entwicklungsprozess erfordert.
Typische Einsatzbereiche
Die Produktentwicklung im FM findet sich in vielen praktischen Situationen wieder. Beispielsweise kann ein Krankenhaus-FM mittels dieser Methode ein neues Hygieneservice-Paket entwickeln, das auf veränderte Gesundheitsstandards reagiert. In der Industrie kann ein FM-Dienstleister ein Angebot für vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) für eine Fertigungsstraße erarbeiten. Ebenso kann ein Bürogebäude-Managementteam ein digitales Arbeitsplatzmanagement-Tool als neues Produkt einführen.
Weitere Beispiele sind
Ein Unternehmen, das Smart-Building-Technologie nutzt, entwickelt ein neues Energieoptimierungs-Contracting. Nach einer Firmenfusion richten FM-Verantwortliche ihre Dienstleistungspalette neu aus und gestalten standardisierte Angebote. Auch für einmalige Events (Messen, Kongresse) kann die Methode eingesetzt werden, um spezielle FM-Servicepakete (inkl. Reinigung, Sicherheit, Catering) zu planen. In allen Fällen profitieren Organisationen davon, ihre Leistungen systematisch zu entwickeln, statt improvisiert zu handeln.
Als Grundlage der Methode dienen etablierte Normen und Konzepte:
DIN EN ISO 41014 („Facility Management – Entwicklung einer FM-Strategie“), welche Vorgaben für die strategische FM-Planung definiert.
DIN EN ISO 41001 (Facility-Management-Managementsysteme), die Anforderungen an ein systematisches FM-Management festlegt.
DIN EN 15221 (Facility Management Terminologie und Leistungsmodell) für einheitliche Begriffe und Leistungsdefinitionen im FM.
ISO 9001 (Qualitätsmanagement), um Abläufe systematisch zu steuern und Qualität zu sichern.
Projektmanagement-Standards (z. B. ISO 21500 bzw. PMBOK/PRINCE2) zur Planung und Kontrolle von Entwicklungsprojekten.
Balanced Scorecard von Kaplan/Norton, als bewährtes Framework zur Verbindung von Strategie und Kennzahlen.
Servqual-Modell oder ähnliche Service-Qualitätskonzepte zur Bewertung der Dienstleistungsqualität.
Design Thinking, Lean Startup, Scrum/Kanban als Methoden zur kreativen und agilen Entwicklung neuer Services.
Stage-Gate-Modell (z. B. nach Robert G. Cooper) für die strukturierte Phasengliederung des Innovationsprozesses.
Der Prozess wird durch verschiedene digitale Werkzeuge unterstützt:
CAFM- und IWMS-Systeme (Computer-Aided Facility Management, z. B. Planon, FM:Systems) zur Verwaltung von Flächen-, Anlagen- und Leistungsdaten.
BIM-Software (Building Information Modeling, z. B. Autodesk Revit) für die Planungs- und Simulationsphase neuer Gebäude- oder Technologiedienste.
IoT-Plattformen und Sensorik (für Smart Building, Gebäudetechniküberwachung) zur Erfassung von Echtzeitdaten.
Projektmanagement-Tools (z. B. MS Project, Jira, Asana) für Zeit- und Ressourcenplanung.
Kollaborations- und Ideation-Tools (z. B. Miro, Confluence, Microsoft Teams) für Workshops, Brainstorming und Dokumentation.
Business-Intelligence-Software (z. B. Power BI) zur Analyse von Performance-Daten und Visualisierung.
Design- und Prototyping-Tools (z. B. CAD-Programme, Virtual-Reality-Modelle) zur Entwicklung und Prüfung von Lösungen.
Customer-Feedback-Systeme (z. B. Survey-Tools) und CRM-Plattformen für Marktforschung und Kundenanforderungen.
FM.connect.com Tools: Die FM-Connect-Plattform bietet Wissensdatenbanken, Chat-Assistenten und Vorlagen (z. B. FM-Docs) zur Prozessunterstützung. Mobile FM-Lösungen (Apps) ermöglichen den Zugriff auf FM-Daten und Aufgaben jederzeit und überall.

