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Leistungsverzeichnis im Vertragsmanagement erstellen

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Leistungsverzeichnis im Facility Management zur strukturierten Beschreibung von Leistungen und Vergabeanforderungen

Methode: Leistungsverzeichnis erstellen

Ein Leistungsverzeichnis ist im Facility-Management (FM) eine strukturierte Liste aller Dienstleistungen, die ein FM-Dienstleister erbringen muss, und bildet die Grundlage für Verträge und Ausschreibungen. Es beschreibt Aufgaben, Qualitätsstandards, Häufigkeit und Kennzahlen und kann sowohl als tätigkeitsbezogene (detailgenau ausformulierte) als auch als ergebnisorientierte Leistungsbeschreibung formuliert werden. Ziel der Methode ist es, eindeutige Anforderungen festzulegen, Vergabeverfahren zu unterstützen und eine transparente, rechtskonforme Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Dienstleister zu ermöglichen. Der folgende Leitfaden beschreibt Konzept, Ziele, Voraussetzungen, Datenanforderungen, Rollen, Schritte, Ergebnisse, Vorteile, Grenzen, Einsatzbereiche, wichtige Normen und unterstützende Werkzeuge.

Leistungsverzeichnis im Vertragsmanagement erstellen

Einführung in die Methode

Ein Leistungsverzeichnis (LV) im Facility-Management ist ein Dokument, das sämtliche Leistungen detailliert auflistet, die im Rahmen eines FM-Vertrags zu erbringen sind. Es dient als technische und organisatorische Leistungsbeschreibung und ist Bestandteil des Vertrags zwischen der bedarfsseitigen Organisation (Auftraggeber) und dem FM-Dienstleister. In einem LV werden Leistungen wie Gebäudewartung, Reinigung, Sicherheitsdienste, Catering oder kaufmännische Services beschrieben, einschließlich der geforderten Qualitätsstandards und Zeitintervalle. Die GEFMA-Leistungsbeschreibung (GEFMA 520) kann als Muster-LV in Ausschreibungsunterlagen oder als Vertragsanlage verwendet werden. Sie legt Module fest, die an objektspezifische Anforderungen angepasst werden können.

Die normativen Grundlagen des LVs werden durch DIN 32736 „Gebäudemanagement – Begriffe und Leistungen“ gestützt. Diese Norm definiert wesentliche Begriffe und den Leistungsumfang zum Betreiben und Bewirtschaften von Gebäuden, um Planung, Steuerung und Reporting zu vereinheitlichen und transparente Leistungsverzeichnisse zu schaffen. Sie unterteilt FM-Leistungen in technische (TGM), infrastrukturelle (IGM), kaufmännische (KGM) und flächenbezogene (FLM) Bereiche. ISO 41012 wiederum ist ein Leitfaden für die strategische Beschaffung im FM und behandelt die Entwicklung von FM-Vereinbarungen, inklusive Leistungsbeschreibungen und Service Level Agreements (SLA). SLAs spezifizieren konkrete Leistungsniveaus, KPIs, Reaktionszeiten und Qualitätsstandards, damit beide Parteien ein gemeinsames Verständnis der erwarteten Leistung haben.

Ziel der Methode

Hauptziel der Erstellung eines Leistungsverzeichnisses ist die eindeutige Festlegung von Leistungen und Qualitätsniveaus, damit Auftraggeber und Dienstleister ein gemeinsames Verständnis der zu erbringenden Leistungen haben. Ein detailliertes LV schafft Transparenz und verhindert Missverständnisse über Umfang und Qualität der FM-Services. Zusätzlich soll das LV eine verlässliche Grundlage für die Kalkulation von Preisen und die Bewertung von Angeboten liefern. Bei tätigkeitsbezogenen LVs werden die einzelnen Leistungen präzise beschrieben, und Bieter kalkulieren auf dieser Grundlage Einheitspreise. Ergebnisorientierte Leistungsbeschreibungen definieren dagegen Leistungsziele und lassen dem Dienstleister Spielräume, wie diese zu erreichen sind; dieser Ansatz fördert Innovationen und ermöglicht einen Qualitätswettbewerb.

Ein weiteres Ziel ist die Integration von Service-Level-Vereinbarungen: Messbare Anforderungen und Kennzahlen sollen die Einhaltung der geforderten Qualität gewährleisten. Die methodische Erstellung eines LV unterstützt auch die Einhaltung gesetzlicher Betreiberpflichten, erleichtert die rechtssichere Vergabe von FM-Leistungen und reduziert Nachtrags- und Haftungsrisiken. Darüber hinaus trägt das LV zur Standardisierung und Vergleichbarkeit von Dienstleistungen über verschiedene Standorte und Anbieter hinweg bei.

Anwendungsbereich

Die Methode wird in allen Bereichen des Facility-Managements eingesetzt. Im technischen Gebäudemanagement beschreibt das LV Wartungs- und Betriebsleistungen für gebäudetechnische Anlagen wie Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär, Elektro und Aufzüge. Im infrastrukturellen Gebäudemanagement werden Supportdienste wie Reinigung, Sicherheit, Empfang, Verpflegung, Post- und IT-Dienste präzisiert. Kaufmännisches Gebäudemanagement nutzt das LV zur Festlegung von Leistungen wie Beschaffung, Vertragsmanagement, Budgetierung und Energiekostenabrechnung. Das Flächenmanagement beschreibt Leistungen zur optimalen Nutzung und Werterhaltung der Gebäudeflächen, etwa Arbeitsplatzplanung oder Belegungsanalysen.

Anwendung findet die Methode sowohl bei der Ausschreibung von externen FM-Services als auch bei internen Leistungen (Eigenleistung). Sie kommt zum Einsatz bei Neuvergaben, Vertragsverlängerungen, Leistungsveränderungen, Compliance-Prüfungen oder bei der Einführung eines CAFM-Systems. Das LV ist Bestandteil von PPP-Projekten, bei denen die Leistungsbeschreibung in der Betriebsphase detailliert oder funktional formuliert werden kann.

Ausgangssituation

Ein Leistungsverzeichnis wird benötigt, wenn die bestehende Leistungsfestlegung unklar, unvollständig oder veraltet ist. Typische Auslöser sind: die Vorbereitung einer Ausschreibung, der Abschluss eines neuen FM-Vertrags, die Verlängerung oder Änderung bestehender Verträge, der Wechsel des Dienstleisters, die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems oder gesetzliche Änderungen (z. B. Betreiberpflichten, ESG-Anforderungen). Auch bei der Übernahme eines neuen Objekts oder der Integration verschiedener Standorte entsteht der Bedarf, Leistungen einheitlich zu dokumentieren. Mangelnde Transparenz über Leistungen kann zu unklaren Verantwortlichkeiten und Haftungsrisiken führen; daher schaffen Auftraggeber mit einem LV Klarheit und Vergleichbarkeit.

Ein kurzer Überblick zeigt, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein sollten, bevor ein Leistungsverzeichnis erstellt wird:

  • Management-Commitment: Die Unternehmensleitung muss die Erstellung eines LVs unterstützen und Ressourcen bereitstellen.

  • Klare strategische Ziele: Die FM-Strategie und Unternehmensziele sollten definiert sein, um passende Serviceziele abzuleiten.

  • Verfügbarkeit von Objektdaten: Es müssen verlässliche Daten zu Gebäuden, Anlagen, Flächen und Nutzungsprofilen vorliegen.

  • Rechtliche Kenntnisse: Kenntnisse relevanter Gesetze, Normen und Betreiberpflichten sind nötig, z. B. Arbeitsstättenverordnung, DIN 32736 oder ISO 41012.

  • Ressourcen und Fachkompetenz: Erfahrene FM-Fachleute und Fachexperten (technisch, infrastrukturell, kaufmännisch) sollten beteiligt sein.

  • Software und Werkzeuge: Ein CAFM-System oder geeignete Dokumentationswerkzeuge sollten vorhanden sein, um Daten zu erfassen und zu verwalten.

Vor der Erstellung des Leistungsverzeichnisses müssen verschiedene Daten gesammelt werden:

  • Gebäude- und Anlageninventar: vollständiges Inventar aller technischen Anlagen, Gebäudepläne, Flächenlisten und Raumbücher.

  • Nutzungsprofile: Informationen über die Nutzung der Räume (z. B. Büro, Produktion, Gesundheitswesen) und Belegungsdichten.

  • Bestehende Verträge und LVs: Analyse vorhandener Leistungsverzeichnisse, Leistungsbeschreibungen oder Wartungsverträge (falls vorhanden).

  • Qualitätsstandards und KPIs: definierte Service Level, Reaktionszeiten, Verfügbarkeitsziele und Qualitätskriterien (aus SLAs).

  • Gesetzliche und normative Anforderungen: einschlägige Gesetze, Normen (DIN 32736, DIN EN 15221, ISO 41012), VDI-Richtlinien und Betreiberpflichten.

  • Budget- und Kostendaten: Informationen zu bisherigen Kosten, geplanten Budgets und Preisstrukturen (z. B. aus dem Preisverzeichnis von GEFMA 520).

  • Organisationsstruktur: Verantwortlichkeiten, Ansprechpartner, interne Prozesse und Schnittstellen.

Die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses erfordert klare Rollen und Zuständigkeiten:

  • Auftraggeber (Bedarfsorganisation): Legt Ziele und Anforderungen fest, stellt Daten bereit und entscheidet über die Vergabe.

  • Facility-Management-Leitung: Koordiniert den gesamten Prozess, stimmt sich mit internen Abteilungen ab und steuert die Entwicklung des LV.

  • Technische Experten (TGM): Erfassen technische Anlagen, definieren Wartungs- und Instandhaltungsleistungen.

  • Infrastrukturelle Experten (IGM): Beschreiben Reinigungs-, Sicherheits-, Empfangs- und Catering-Dienste.

  • Kaufmännische Experten (KGM): Definieren Beschaffungs- und Vertragsleistungen, Budget- und Controllinganforderungen.

  • Flächenmanagement (FLM): Erfasst Raumdaten, plant Flächennutzung und definiert Umzugs- und Belegungsservices.

  • Rechtsabteilung/Compliance: Prüft Rechtskonformität, Betreiberverantwortungen und Datenschutzanforderungen.

  • Einkauf/Procurement: Unterstützt bei Vergabe und Preiskalkulation, nutzt das LV als Angebotsgrundlage.

  • Dienstleister: liefern Rückmeldungen zu Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit; werden bei der finalen Fassung des LV konsultiert.

Nach der Sammlung der Grundlagen erfolgt die Erstellung des Leistungsverzeichnisses in mehreren Schritten:

  • Initialanalyse: Ziele der Bedarfsorganisation und FM-Strategie klären; bestehende Verträge, Leistungen und KPIs analysieren. Feststellen, ob ein tätigkeitsbezogenes oder ein funktionales LV geeignet ist.

  • Datenbeschaffung: Gebäude- und Anlagendaten, Nutzungsprofile, gesetzliche Rahmenbedingungen und Budgetdaten sammeln (siehe Abschnitt 6).

  • Leistungskategorisierung: Leistungen nach TGM, IGM, KGM und FLM sortieren und klare Leistungsinhalte formulieren. Dabei nur beschreiben, was zu erbringen ist, nicht wie und von wem, um eine vertragsneutrale Klassifikation zu gewährleisten.

  • Festlegung der Qualität: Für jede Leistung Qualitätskriterien, Intervalle und KPIs definieren. Messbare Anforderungen (z. B. Temperaturwerte, Reaktionszeiten) bevorzugen, nicht messbare Anforderungen durch Beschreibungen und Qualitätsstufen spezifizieren.

  • Typ der Leistungsbeschreibung wählen: Bei tätigkeitsbezogenen LVs werden Tätigkeiten detailliert und in Positionen aufgelistet; bei funktionalen LVs werden Leistungsziele formuliert und der Dienstleister wählt den Weg zum Ziel. Kombinationen sind möglich.

  • Preisstruktur erstellen: Eine tabellarische Preisaufstellung für jede Leistungsposition erstellen; bei funktionalen LVs Preise pro Leistungsziel oder pro Nutzungseinheit angeben. GEFMA 520 bietet ein Muster-Preisverzeichnis als Orientierung.

  • Dokumentation und Reporting: Regelmäßige Reports über erbrachte Leistungen, Kennzahlen, Störungen und Abweichungen vorsehen. Berichtspflichten, Abnahmeprotokolle und Bonus-Malus-Regeln definieren.

  • Interne und externe Abstimmung: Das LV mit den beteiligten Abteilungen, der Rechtsabteilung und den potenziellen Dienstleistern abstimmen. Objektspezifische Anpassungen und Sonderleistungen integrieren.

  • Finalisierung und Freigabe: Endfassung des LVs erstellen, durch die Entscheidungsgremien freigeben lassen und als Vertragsanlage bzw. Ausschreibungsunterlage verwenden. Sicherstellen, dass das LV regelmäßig überprüft und an neue Anforderungen angepasst wird.

Erwartete Ergebnisse

Durch diese Methode entsteht ein strukturiertes Leistungsverzeichnis, das alle relevanten FM-Leistungen, Qualitätsanforderungen, Intervalle und KPIs enthält. Das LV dient als verbindliche Grundlage für Ausschreibungen, Vertragsverhandlungen und die spätere Leistungskontrolle. Es verbessert die Transparenz über den Leistungsumfang und ermöglicht eine objektive Bewertung der Angebote. Darüber hinaus schafft es einen Rahmen für die kontinuierliche Qualitätssicherung, indem Reporting und Service Level Agreements in den Prozess integriert werden. Die klare Beschreibung der Aufgaben und Standards beugt Missverständnissen und Streitigkeiten vor und erleichtert das Controlling während der Vertragslaufzeit.

Vorteile der Methode

Die Erstellung eines detaillierten Leistungsverzeichnisses bringt für alle Beteiligten erhebliche Vorteile. Auftraggeber profitieren von rechtssicheren und transparenten Ausschreibungen; klar abgegrenzte Leistungen reduzieren Haftungsrisiken und Nachtragsforderungen. Die modulare Struktur des LV und die Standardisierung nach Normen ermöglichen einen direkten Vergleich der Angebote und erleichtern die Entscheidung. Für Dienstleister schafft das LV klare Erwartungen und nachvollziehbare Bewertungsmaßstäbe; definierte Kennzahlen helfen ihnen, ihre Leistungen zielgerichtet zu erbringen. Eine detaillierte Leistungsbeschreibung unterstützt die Budgetplanung, da die Kosten einzelnen Leistungen zugeordnet werden können.

Auch die Einhaltung der Betreiberpflichten und gesetzlichen Anforderungen wird durch das LV systematisiert. Service Level Agreements mit messbaren Anforderungen ermöglichen eine effiziente Qualitätssicherung und ein Bonus-Malus-System zur Leistungssteuerung. Durch die Einbeziehung von ESG-Aspekten (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) und nachhaltigkeitsorientierten Kriterien – wie in der überarbeiteten GEFMA-Leistungsbeschreibung vorgesehen – lassen sich langfristige Umweltziele integrieren. Insgesamt fördert die Methode eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und trägt zur Professionalisierung des FM bei.

Grenzen der Methode

Trotz ihrer Vorteile hat die Methode Grenzen. Die Erstellung eines detaillierten Leistungsverzeichnisses ist zeit- und ressourcenintensiv; sie erfordert umfangreiche Datenerfassung und Abstimmung mit Fachabteilungen. Bei sehr spezifischen oder innovativen Dienstleistungen besteht das Risiko, Leistungen zu detailliert zu beschreiben und dadurch die Flexibilität des Dienstleisters einzuschränken. Eine zu starke Fokussierung auf Tätigkeiten kann Kreativität und Optimierungsansätze des Anbieters bremsen. Ergebnisorientierte Leistungsbeschreibungen erfordern dagegen eine präzise Definition von Qualitätszielen; unklare Formulierungen können Interpretationsspielräume und Konflikte fördern. Darüber hinaus bleibt das LV ein statisches Dokument und muss bei geänderten gesetzlichen Anforderungen, technischer Entwicklung oder Betriebsveränderungen aktualisiert werden. Fehlt die kontinuierliche Pflege, entstehen veraltete Angaben und Rechtsrisiken. Schließlich ersetzt das LV nicht die individuelle Vertragsgestaltung; Muster-Verzeichnisse und Branchenstandards müssen immer objektspezifisch angepasst werden.

Typische Einsatzbereiche

Leistungsverzeichnisse werden in vielfältigen FM-Szenarien angewandt. In der Gebäudereinigung legen sie Reinigungsintervalle, Methoden und Qualitätskriterien fest (z. B. Unterhalts- und Sonderreinigungen). Bei technischen Services definieren sie Wartungszyklen, Inspektionsintervalle und Reaktionszeiten für Störungen an HLKS-Anlagen, Aufzügen oder elektrischen Anlagen. In Sicherheitsdiensten beschreiben sie Schutzkonzepte, Kontrollrunden und Reaktionszeiten für Alarme. Catering- und Verpflegungsdienste nutzen LVs zur Festlegung von Menüplänen, Hygieneanforderungen und Servicezeiten. Auch im kaufmännischen Bereich werden LVs eingesetzt, um z. B. Energieabrechnungen, Vertragsverwaltung oder Budget-Reporting zu strukturieren. Ebenso kommen sie bei PPP-Projekten und beim Outsourcing von FM-Leistungen zum Einsatz, um Leistungen vor Vertragsabschluss klar festzuschreiben.

Zur Erstellung eines Leistungsverzeichnisses sollten einschlägige Normen und Richtlinien herangezogen werden:

  • DIN 32736 – Gebäudemanagement – Begriffe und Leistungen: definiert den Leistungsumfang des Gebäudemanagements und dient der einheitlichen Klassifikation.

  • DIN EN 15221-4/5/6: legt Taxonomie, Strukturen und Prozesse im Facility-Management fest.

  • DIN EN 13306/DIN EN 31051: beschreibt Begriffe und Grundlagen der Instandhaltung; relevant für Wartungsleistungen.

  • VDI 3810 / VDI 3814 / VDI 6026: regeln Betrieb, Instandhaltung und Dokumentation technischer Gebäudeausrüstung.

  • ISO 41011 – Facility Management – Begriffe: stellt Terminologie sicher.

  • ISO 41012 – Facility Management – Vereinbarungen: Leitfaden zur strategischen Beschaffung; regelt FM-Verträge und Service Level Agreements.

  • GEFMA 520 – Leistungsbeschreibung Facility Services: bietet ein Muster-Leistungsverzeichnis mit Modulen, Preisverzeichnissen und Anleitungen zur Anpassung.

  • GEFMA 510/530: Mustervertrag und Musterleistungsverzeichnis für Facility Services; enthält ESG-Anforderungen und Bonus-Malus-Regelungen.

  • Branchenrichtlinien (z. B. VDMA 24186-1 bis -7, VDI-Richtlinien, Betreiberverordnungen) für spezifische Gewerke wie Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- oder Brandschutzanlagen.

Zur Erstellung und Verwaltung von Leistungsverzeichnissen stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung:

  • CAFM-Systeme: Computer-Aided Facility Management Software ermöglicht die Erfassung von Gebäude- und Anlagendaten, die Strukturierung von Leistungspositionen und die Verwaltung von SLAs und KPIs.

  • Spreadsheet-Software: Tabellenkalkulationsprogramme dienen zur Erstellung von Preisverzeichnissen, Mengengerüsten und Leistungsvergleichen.

  • Datenbankgestützte Dokumentenmanagement-Systeme: unterstützen die Versionierung, Archivierung und Freigabeprozesse von Leistungsverzeichnissen und Verträgen.

  • BIM-basierte FM-Lösungen: integrieren Gebäudedaten aus Building Information Modeling und ermöglichen die Ableitung von Leistungspositionen aus digitalen Modellen.

  • FM.connect-Plattform: bietet Zugriff auf Normen, Muster-Verträge, GEFMA-Leistungsbeschreibungen und digitale Tools zur Erstellung von LVs; die Module „Organisation Normen“, „Gefma 520“ und „Dienstverträge“ liefern standardisierte Vorlagen.

  • Reporting-Tools: zur Überwachung von KPIs, Service-Level-Erfüllung, Bonus-Malus-Systemen und ESG-Berichten; können in CAFM oder als eigenständige Software integriert sein.