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Dachwartung_Gebaeudehuelle durchführen

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Dachwartung und Gebäudehülle im Facility Management zur Sicherstellung von Schutz, Dichtheit und Werterhalt

Methode: Dachwartung_Gebäudehülle durchführen

Die Methode „Dachwartung/Gebäudehülle durchführen“ beschreibt ein systematisches Vorgehen zur planmäßigen Inspektion, Reinigung und Instandsetzung von Dach- und Fassadenflächen. Normen und Richtlinien betonen die Bedeutung dieser Pflege: Der Normenausschuss stellte klar, dass es kein Dach ohne entsprechende Wartung geben darf, und die neue Flachdachrichtlinie empfiehlt mindestens eine Inspektion pro Jahr (zweimal jährlich bei kritischen Objekten). Durch regelmäßige Wartung wird die Lebensdauer der Dachabdichtung verlängert und teure Folgeschäden vermieden. Die Methode umfasst dabei die Planung, Sicht- und Detailbegehungen, Verschmutzungsbeseitigung sowie zeitnahe Reparaturmaßnahmen und ist für alle Dach- und Gebäudehüllentypen relevant.

Dachwartung und Gebäudehülle systematisch durchführen

Einführung in die Methode

Das Dach gilt als oberster Abschluss eines Gebäudes, der es vor Wind und Wetter schützt. In modernen Facility-Management-Konzepten zählt die Dach- und Fassadenwartung zum Technischen FM (Hard FM), da sie direkt die technische Infrastruktur der Gebäudehülle betrifft. Die aktuelle Dachabdichtungsnorm DIN 18531 Teil 4 unterstreicht diese Verantwortung: Kein Flachdach (oder flach geneigtes Dach) darf ohne entsprechende Wartung verbleiben. Die neue Flachdachrichtlinie des ZVDH empfiehlt mindestens einmal jährlich eine Inspektion und Wartung durchzuführen. Im Kontext dieser Methode versteht man unter Instandhaltung alle Maßnahmen zur Bewahrung oder Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Dachabdichtung (Wartung, Inspektion, Instandsetzung und ggf. Sanierung). Ziel ist es, frühzeitig Schäden zu erkennen und fachgerecht zu beseitigen, damit die Gebäudehülle dauerhaft dicht und funktionsfähig bleibt.

Ziel der Methode

Das Hauptziel der Methode ist der langfristige Werterhalt und die Betriebssicherheit der Dach- und Gebäudehülle. Durch präventive Inspektionen sollen Schäden bereits im Ansatz entdeckt werden, bevor sie zu folgenschweren Abdichtungsproblemen führen. Kleinere Mängel (Risse, lose Bahnen, Verschleiß) werden rechtzeitig behoben, um große Reparaturen und Gebäudeschäden zu vermeiden. Gleichzeitig sichert die regelmäßige Wartung die Einhaltung von Versicherungs- und Gewährleistungsanforderungen sowie von energie- und sicherheitsrechtlichen Vorgaben (ein dichtes Dach unterstützt z.B. den Wärmeschutz). Kurzfristig sorgt die Methode dafür, dass der Dachzustand dokumentiert und kontrolliert ist; langfristig werden die Instandhaltungskosten gesenkt und das Risiko unplanmäßiger Ausfälle reduziert.

Anwendungsbereich

Diese Methode ist auf alle Dach- und Gebäudehüllenkonstruktionen anwendbar. Im Fokus stehen insbesondere Flachdächer (genutzt oder ungenutzt, inklusive Gründächer und Dachterrassen) sowie geneigte Dächer mit Abdichtung. Typische Einsatzbereiche sind Industrie- und Gewerbebauten (Fertigungs- und Lagerhallen), Büro- und Verwaltungsgebäude, Wohnanlagen, Parkhäuser, Schulen oder Krankenhäuser – überall dort, wo das Dach für den Gebäude- und Witterungsschutz entscheidend ist. Auch aufwendigere Dachaufbauten mit Aufbauten (Lüftung, Solaranlagen, Dachbegrünung) profitieren von systematischer Wartung. Die Methode findet sowohl beim Neubau (z.B. bei der Abnahme und Inbetriebnahme des Dachs) als auch im Bestandsmanagement Anwendung. Sie gehört zum technischen FM, da sie die Gebäudehülle (Dach und Fassade) betrifft. Die genauen Anforderungen richten sich nach Gebäudetyp, Nutzungsbedingungen und vertraglichen Vorgaben.

Ausgangssituation

In der Ausgangssituation fehlt oft ein systematischer Wartungsplan. Vielerorts werden Wartungsarbeiten erst bei offensichtlichen Schäden angestoßen – beispielsweise wenn Undichtigkeiten oder Pfützen auftreten. Dieses reaktive Vorgehen kann zu hohen Folgekosten führen. Die Methode setzt an dieser Ausgangslage an und ersetzt sie durch ein präventives Konzept. Ihre Initiatoren sind meist Bauherren, Facility Manager oder Instandhaltungsverantwortliche, die die Folgen eines Schadens (Wasserschäden, Schimmel, Produktionsausfall) vermeiden wollen. Normgeber betonen den präventiven Ansatz: „Es darf kein Dach ohne Wartung geben“. Typische Auslöser für die Anwendung der Methode sind daher etwa bevorstehende Wartungsintervalle, Anfangs- oder Zwischenabnahmen, aber auch Extreme wie Unwetter oder Nutzerbeschwerden (z.B. Feuchteschäden im Inneren). Sobald ein solcher Anlass besteht, wird die hier beschriebene Vorgehensweise aktiviert, um systematisch Mängel zu erfassen und zu beheben.

Voraussetzungen

Vor Beginn der Dachwartung müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Insbesondere sind Arbeitsschutz, Zugänglichkeit und Wetterverhältnisse zu beachten.

Folgende Voraussetzungen sollten gewährleistet sein:

  • Zugänglichkeit und Absicherung: Gesicherter Zugang zum Dach (z. B. über eine Steigleiter, Gerüst oder Hubarbeitsbühne) und ein abgesicherter Arbeitsbereich (Seitenschutz, Anschlagpunkte) müssen vorhanden sein.

  • Persönliche Schutzausrüstung (PSA): Alle beteiligten Personen müssen mit Absturzsicherung (Auffanggurt, Helm) ausgestattet und im Umgang damit geschult sein.

  • Fachpersonal: Qualifiziertes Fachpersonal (zertifizierter Dachdecker, Gebäudetechniker o. Ä.) sollte eingesetzt werden. Mitarbeiter sollten Erfahrung mit Dachinspektionen und -reparaturen haben.

  • Wetterbedingungen: Die Inspektion sollte bei trockenem Wetter und mäßigen Temperaturen erfolgen (kein Regen, Eis oder extreme Hitze). Bei Frost oder Sturm ist die Sicherheit der Arbeiten nicht gewährleistet.

  • Unterlagen: Technische Daten und Pläne müssen vorliegen (Dachkonstruktionspläne, Angaben zum Aufbau und den verwendeten Abdichtungsmaterialien, vorherige Prüfberichte).

  • Arbeitsmittel: Werkzeuge und Materialien sollten bereitstehen (Reinigungsgeräte, Kanister mit Wasser, Klebstoffe, Dichtstoffe, Reparaturflicken).

  • Organisation: Absprache mit dem Gebäudenutzer oder Mieter (Zutrittsfreigabe, Evakuierung gefährdeter Zonen). Eventuell Genehmigungen (z.B. betriebsgeländespezifische Freigaben) müssen eingeholt werden.

  • Rechtliche Vorgaben: Einhaltung arbeitsschutzrechtlicher Vorgaben (z.B. Arbeitsschutzgesetz, Arbeitsstättenverordnung, DGUV-Vorschriften) ist Pflicht. Gegebenenfalls ist ein individuelles Sicherheits- und Rettungskonzept erforderlich.

Benötigte Daten

Für eine umfassende Dachwartung sind detaillierte Informationen über das Gebäude und die Dachabdichtung erforderlich.

Folgende Daten und Unterlagen sollten vorliegen:

  • Pläne und Konstruktionszeichnungen: Dachpläne, Aufrisse und Schnittzeichnungen mit Angaben zu Aufbau, Gefälle, Dachentwässerung und Wärmedämmung.

  • Materialangaben: Informationen zum Typ und Alter der Dachabdichtung (Materialien, Herstellerdaten).

  • Bisherige Dokumentation: Protokolle und Berichte früherer Inspektionen und Wartungen, inklusive Fotodokumentation und Mängellisten.

  • Schadenshistorie: Hinweise auf bereits bekannte Schäden oder durchgeführte Reparaturen.

  • Nutzungsprofile: Angaben zur Nutzung des Dachs (Begehungshäufigkeit, Aufbauten wie Aggregate oder Begrünung, Belastungen).

  • Wetterdaten: Klimadaten (Niederschlag, Frost-/Taubildung) für die Planung der Inspektionsintervalle.

  • Checklisten/Leitfäden: Praxiserprobte Inspektions-Checklisten oder Leitfäden (z. B. vom VDD-Industrieverband Bitumen-Dachbahnen), die alle relevanten Prüfpunkte enthalten. Diese Checklisten können als Vorlage für Protokolle oder Wartungsverträge dienen.

Organisatorische Rollen

An der Dachwartung sind typischerweise mehrere interne und externe Akteure beteiligt. Die wichtigsten Rollen und ihre Verantwortlichkeiten sind zum Beispiel:

  • Facility Manager / Technischer Leiter: Gesamtverantwortung für Budget und Ressourcen; Beauftragung von Diensten; Koordination zwischen Fachfirmen und internen Stellen.

  • Gebäudeeigentümer oder Betreiber: Genehmigt Wartungspläne, stellt Zugang zu allen Bereichen sicher; informiert Mieter und Nutzer über Sperrungen.

  • Dachdecker-Fachbetrieb (Instandhaltungsteam): Fachexpertise für Dach, führt Inspektion, Reinigung und Reparaturen fachgerecht durch; stellt Prüfberichte aus.

  • Hausmeister / Haustechniker: Unterstützt vor Ort (Materialbereitstellung, Zugangskontrolle), übernimmt kleinere Wartungsarbeiten, dokumentiert Beobachtungen.

  • Sicherheitsfachkraft / Sicherheitsbeauftragter: Erstellt das Sicherheits- und Rettungskonzept für Arbeiten in der Höhe; überwacht die Einhaltung der PSA-Standards; führt Sicherheitseinweisungen durch.

  • Projekt- oder Bauleiter: Organisiert Planung und Dokumentation im Neubau oder bei Sanierungsprojekten; kommuniziert mit Planern, Behörden und Fachfirmen.

Die Methode folgt einem strukturierten Ablauf. Folgende Schritte werden in der Regel nacheinander durchgeführt:

  • Planung und Vorbereitung: Terminierung der Maßnahme; Prüfung aller vorhandenen Unterlagen; Zusammenstellung des Wartungsteams; Abstimmung des Ablaufs (z.B. Dachflächenabsperrung, Materiallieferung).

  • Zugang schaffen und Absichern: Einrichtung der erforderlichen Gerüste, Leitern oder Hubarbeitsbühnen; Installation von Absturzsicherungen und Anschlagpunkten; Kennzeichnung und Absperrung der Arbeitsbereiche.

  • Sichtbegehung (Oberflächenkontrolle): Erste Beurteilung der gesamten Dachfläche. Dabei werden großflächige Schäden, Ablagerungen, Pfützen oder lose Bauteile entdeckt und festgehalten. Fotoaufnahmen dokumentieren den aktuellen Ist-Zustand.

  • Detailinspektion: Gründliche Prüfung aller kritischen Bereiche wie Dachanschlüsse (Attika, Wandanschlüsse), Durchdringungen (Lüftungsrohre, Lichtkuppeln), Anschweißstellen und Risse. Insbesondere ist die Abdichtung auf Blasenbildung, Kerbrisse oder Materialversprödung zu untersuchen. Auch mechanische Befestigungsmittel und Fugen werden kontrolliert.

  • Entwässerung und Reinigung: Reinigung der Dachrinnen, Abläufe, Dachgullys und Wasserbecken von Schmutz, Laub und Ablagerungen. Funktionskontrolle der Entwässerungsöffnungen (Wasserprobe). Gegebenenfalls sind Dachsteinsetzungen auf Flachdächern zu beseitigen. Eine ordnungsgemäße Drainage ist entscheidend zur Vermeidung von Staunässe.

  • Sofortmaßnahmen: Kleinreparaturen werden direkt vor Ort ausgeführt, sofern möglich (z.B. Abdichten kleiner Löcher, Ausbessern von Nahtstellen, Entfernen von Moos). Größere Schäden werden in der Mängelliste festgehalten und zur zeitnahen Sanierung weitergeleitet. Priorität erhalten Maßnahmen, die akute Leckagen oder Sicherheitseinbußen beheben.

  • Dokumentation: Ausführliche Protokollierung aller Befunde mit Datum und Verantwortlichen, inkl. Fotos. Es wird eine Mängelliste mit Dringlichkeiten erstellt und ein Maßnahmenplan angelegt. Alle Ergebnisse werden in das CAFM-System oder Wartungsdokument (z.B. FM.connect) eingepflegt.

  • Abschluss und Auswertung: Nach Beendigung werden Arbeitsbereich geräumt und Sicherheitsausrüstung entfernt. Eine Abschlusskontrolle stellt sicher, dass keine Gefahrenquellen verbleiben. Ein Abschlussgespräch mit dem Auftraggeber gibt Hinweise zum weiteren Vorgehen, und nächste Wartungstermine werden festgelegt.

Erwartete Ergebnisse

Die Methode führt zu einem aktuellen Zustandsbericht des Dachs mit allen festgestellten Mängeln und empfohlenen Maßnahmen. Ein professioneller Dachwartungsbericht dokumentiert den Ist-Zustand, alle erfassten Defekte sowie vorgeschlagene Reparatur- und Wartungsmaßnahmen. Zusätzlich erhält der Auftraggeber in der Regel eine Prioritätenliste für die notwendigen Arbeiten sowie Fotodokumentationen aller auffälligen Stellen. Nach Abschluss aller Maßnahmen sollte das Dach in einem befriedigenden Zustand vorliegen, mit einer funktionierenden Entwässerung und intakter Abdichtung. Langfristig senkt sich die Schadensrate und Anzahl ungeplanter Reparaturen: Studien zeigen, dass durch präventive Inspektionen die Lebensdauer von Dachabdichtungen deutlich erhöht und Ausfallzeiten minimiert werden können. Solche Erfolge lassen sich im FM häufig durch Kennzahlen belegen (z. B. höhere Anlagenverfügbarkeit, reduzierte Ausfallzeit, Wartungsquoten).

Vorteile der Methode

Die systematische Dachwartung bietet mehrere wesentliche Vorteile: Zum einen verhindert sie kostenintensive Folgeschäden, indem kleinere Probleme früh behoben werden. Dies verlängert nachweislich die Nutzungsdauer der Dachabdichtung. Zum anderen erhöht sie die Betriebssicherheit, da weniger ungeplante Ausfälle (Leckagen, Schimmel, Wasserschäden) auftreten. Moderne Methoden wie Drohneninspektionen und Sensorik steigern zusätzlich die Effizienz: Drohnen beispielsweise können Dachflächen deutlich schneller und günstiger überprüfen als herkömmliche Gerüste. Die planmäßige Vorgehensweise verbessert zudem die Planbarkeit – feste Wartungsintervalle ermöglichen eine zuverlässige Budget- und Ressourcenplanung. Insgesamt führt die Methode zu einer höheren Transparenz und Nachvollziehbarkeit (durch Dokumentation) und erfüllt besser die Anforderungen von Versicherungen und gesetzlichen Vorgaben. Die Kombination aus Vorbeugung, Transparenz und standardisierten Abläufen sichert letztlich einen kosteneffizienten Langzeitbetrieb der Gebäudehülle.

Grenzen der Methode

Trotz der vielen Vorteile hat die Methode auch Grenzen und Risiken. Sie ist als vorbeugende Instandhaltung gedacht und kann eine umfassende Sanierung bei extremen Schäden nicht ersetzen. Liegen bereits massive statische Defekte oder eine starke Materialalterung vor, ist oft ein Abriss oder eine aufwändige Sanierung erforderlich. Die Wirksamkeit der Methode hängt außerdem von der konsequenten Durchführung ab: Personalengpässe, ungünstiges Wetter (Niederschlag, starker Frost) oder fehlende Ressourcen können die Umsetzung erschweren. Nicht zuletzt birgt die Arbeit auf dem Dach stets Restrisiken (Absturzgefahr, elektr. Leitungen); jeder Wartungseinsatz erfordert daher strenge Sicherheitsmaßnahmen und qualifiziertes Personal. Ohne regelmäßige Wartung können übrigens ernste Schäden entstehen: Verstopfte Dachabläufe können bei Starkregen zu Überlastung und sogar einer Schädigung des Tragwerks führen.

Typische Einsatzbereiche

Die Methode findet sich vor allem bei größeren Objekten mit Flachdächern oder intensiver Dachnutzung. Beispiele sind Industrieanlagen (Produktions- und Lagerhallen), Büro- und Verwaltungsgebäude, Einkaufszentren, Parkhäuser oder moderne Wohnbauten. Auch Gebäude mit sensiblen Nutzungen (Krankenhäuser, Rechenzentren) nutzen systematische Dachwartung, um Ausfallrisiken zu minimieren. Dachbegrünungen und Photovoltaikanlagen erhöhen den Wartungsbedarf erheblich. Da auch Zertifizierungssysteme (z. B. DGNB, LEED) zunehmend Instandhaltung berücksichtigen, wird die Dachwartung auch bei umweltorientierten Bauprojekten eingesetzt. Insgesamt ist der Einsatzbereich sehr breit: Er reicht von kommunalen Gebäuden über öffentliche Einrichtungen bis hin zu gewerblichen Großobjekten.

Relevante Normen und Regelwerke sind unter anderem:

  • DIN EN 13306 – Begriffe der Instandhaltung

  • DIN 31051 – Grundlagen der Instandhaltung

  • DIN 18531 (Teile 1–5) – Abdichtung von Dächern (insb. Teil 4: Wartung/Instandhaltung von Flachdächern)

  • ZVDH Flachdachrichtlinie – „Regeln für Abdichtungen“ (Kapitel 5: Pflege/Wartung)

  • DIN EN 12056 – Schwerkraftentwässerungsanlagen (Dachentwässerung)

  • DIN 1986/DWA-A 116 – Entwässerung von Flachdächern (Freispiegel/Unterdruck)

  • DIN EN 1991-1-4 – Einwirkungen (Windlasten) auf Gebäude

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) – allgemeine Arbeitsschutzvorschriften

  • DGUV Vorschrift 1 (ehem. BGV A1) – Allgemeine Unfallverhütungsvorschrift

  • DGUV Information 201-056 – Planungsgrundlagen für Absturzsicherungen auf Dächern

  • ISO 41001 – Managementsysteme für Facility Management

  • GEFMA 190 – Technisches Asset Management / Instandhaltung

Für die Umsetzung stehen vielfältige Werkzeuge zur Verfügung:

  • CAFM/CMMS-Software: Digitale Instandhaltungsmanagement-Systeme zur Terminplanung, Dokumentation und KPIs

  • Mobile Inspektions-Apps und Tablets: Zur Erfassung von Mängeln und Protokollen direkt vor Ort.

  • Drohnen & Kameratechnik: Insbesondere unbemannte Fluggeräte mit hochauflösender Kamera oder Wärmebildtechnik ermöglichen schnelle Inspektionen von Dächern und Fassaden.

  • Feuchte- und Leckagesensoren: In-Dach-Sensorik (z.B. elektrische Messfolien, HUM-ID) erkennt frühzeitig Feuchtigkeitseintritt in der Dämmung.

  • Reinigungs- und Prüfwerkzeuge: Hochdruckreiniger, Besen, Rohrreinigungsschläuche, Feuchtemessgeräte etc. für Abläufe und Flächenreinigung.

  • Reparaturmaterialien: Dichtstoffe, Flicken, Klebebänder, Ersatz-Dachbahnen für Sofortreparaturen.

  • Sicherheitsausrüstung: Absturzsicherung (PSA-Set mit Auffanggurt), Leitern, Gerüst oder Hebebühne für den sicheren Zugang.

  • Checklisten und Vorlagen: Formulare und digitale Checklisten (z.B. die vom VDD-Bitumenverband bereitgestellte Checkliste) zur standardisierten Inspektion und Dokumentation.