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Best‑Practice‑Analyse durchführen

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Diagramm zur Durchführung einer Best-Practice-Analyse im Facility Management

Methode: Best-Practice-Analyse durchführen

Die Best-Practice-Analyse im Facility Management (FM) ist ein strukturierter Benchmarking-Prozess, bei dem die Leistung eines Unternehmens mit anerkannten Spitzenreitern verglichen wird, um bewährte Verfahren zu identifizieren und anzupassen. Benchmarking folgt dabei einem mehrstufigen Zyklus: interne Kennzahlen werden ermittelt, geeignete Vergleichspartner werden ausgewählt, Leistungslücken werden analysiert und deren Ursachen ermittelt, und anschließend werden Best Practices in die eigenen Prozesse integriert. Durch diesen systematischen Ansatz können Facility Manager Leistungslücken erkennen, Kosteneffizienz verbessern, Nachhaltigkeitsziele unterstützen und die Zufriedenheit der Nutzer steigern.

Best-Practice-Analyse im FM strukturiert durchführen

Einführung in die Methode

Die Best-Practice-Analyse (im Deutschen auch Benchmarking genannt) ist eine methodische Vorgehensweise, um organisatorische Abläufe und Leistungen mit denen von Vorreitern zu vergleichen. Sie geht über den reinen Leistungsvergleich hinaus: Ziel ist es, die Unterschiede zu identifizieren, alternative Herangehensweisen zu finden und Verbesserungsmöglichkeiten zu erschließen. In der FM-Praxis wird Benchmarking als mehrstufiger Prozess beschrieben, der den Vergleich von Leistungskennzahlen, die Analyse von Abweichungen und die anschließende Umsetzung von Verbesserungen umfasst. Die Methode beginnt typischerweise mit einer internen Bewertung, bei der eigene Leistungsindikatoren wie Betriebskosten, Flächennutzung, Instandhaltungsaktivitäten, Umzüge und Personalstärken erfasst werden.

Benchmarking ist kein einmaliges Projekt, sondern Bestandteil eines kontinuierlichen Verbesserungsprogramms. Die Literatur betont, dass die Methode nur erfolgreich ist, wenn sie strukturiert und systematisch angewendet wird. Sie erfordert das Verständnis für kritische Erfolgsfaktoren, die Messung der Leistung anhand dieser Faktoren und die Analyse der Lücke zwischen aktueller und angestrebter Leistung. Anschließend erfolgt eine Ursachenanalyse, die die Gründe für Abweichungen identifiziert und als Grundlage für die Anpassung bewährter Praktiken dient. Best Practices sind dabei nach Definition effiziente Methoden oder Technologien, die nachweislich zu besseren Ergebnissen führen als andere Vorgehensweisen.

Im FM ist Benchmarking eng mit Strategien zur Nachhaltigkeit und Lebenszykluskostenoptimierung verknüpft. Die meisten Benchmarks in der Branche beziehen sich auf Kostenkennzahlen pro Quadratmeter oder pro Bruttofläche; Beispiele sind Betriebskosten, Energieverbrauch, Reinigungs- und Verwaltungsaufwendungen sowie Raumdichte. Professionelle Verbände wie die International Facility Management Association (IFMA) und nationale Standardisierungsstellen (z. B. RICS oder CEN) liefern Vergleichsdaten und fördern den Austausch über bewährte Verfahren.

Ziel der Methode

Die Hauptziele der Best-Practice-Analyse sind das Erkennen von Leistungsdefiziten, das Lernen von Vorreitern und das nachhaltige Verbessern der FM-Prozesse. Durch den Vergleich mit externen oder internen Benchmarks können Facility Manager Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken identifizieren, was die Grundlage für strategische Entscheidungen bildet. Douglas betont, dass Leistungskennzahlen im FM genutzt werden, um Portfolios zu bewerten, leistungsschwache Gebäude zu identifizieren, Sanierungen zu priorisieren und den Wert eines Gebäudes im Lebenszyklus zu sichern. Daraus ergibt sich die Zielsetzung, nicht nur Kosten zu senken, sondern auch die Gebäudequalität, Nutzerzufriedenheit und Nachhaltigkeit zu steigern.

Weitere Ziele sind die Rechtfertigung von Budgets und Investitionen. Durch den Nachweis, dass bestimmte Maßnahmen zu besseren Ergebnissen führen, können Facility Manager Investitionen in Technologie, Energieeffizienz oder Personal begründen. Benchmarking unterstützt zudem das Erreichen von Umweltzertifizierungen, da es Best Practices für nachhaltige Bewirtschaftung identifiziert. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse, die Sensibilisierung für Wettbewerbsvorteile und die Schaffung einer lernenden Organisation sind daher zentrale Zielsetzungen der Methode.

Anwendungsbereich

Best-Practice-Analysen finden in verschiedenen Bereichen des FM Anwendung. Im operativen Bereich werden Kennzahlen wie Energieverbrauch, Flächeneffizienz, Reinigungsqualität und Instandhaltungskosten mit Branchenbenchmarks verglichen. Die Róka-Madarász-Studie weist darauf hin, dass Wartungskosten meist die zweitgrößten Betriebskosten sind und dass quantitative Vergleiche helfen, die eigene Leistung in Bezug auf Kosten, Flächenutzung und Personaleinsatz zu bewerten.

Auf strategischer Ebene wird Benchmarking eingesetzt, um Immobilienportfolios zu optimieren, die Auslastung von Flächen zu verbessern und Investitionsentscheidungen zu unterstützen. Der Leitfaden der National Academies betont, dass Benchmarking sowohl intern (Vergleich innerhalb des eigenen Portfolios) als auch extern (Vergleich mit anderen Organisationen) durchgeführt werden kann. Externe Benchmarks bieten in der Regel größere Vorteile, während interne Benchmarks ein Ausgangspunkt für die Analyse und Trendbeobachtung sind.

Im taktischen Bereich wird die Methode während des gesamten Facility-Management-Zyklus angewendet, von der Strategieplanung über das Outsourcing bis zum operativen Betrieb und der kontinuierlichen Entwicklung. Die IFMA und RICS führen regelmäßig Benchmarkingsurveys durch, die Facility Managern Daten für verschiedene Nutzungsarten (Büro, Industrie, Gesundheitseinrichtungen) liefern. Best-Practice-Analysen sind besonders hilfreich bei Projekten zur Energieoptimierung, zur Implementierung von CAFM-Systemen, zur Gestaltung von Service-Level-Agreements und zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen.

Ausgangssituation

Eine Best-Practice-Analyse wird meist initiiert, wenn Auffälligkeiten im Betrieb auftreten oder wenn die Organisation sich verbessern möchte. Typische Auslöser sind steigende Betriebskosten, ineffiziente Prozesse, negative Rückmeldungen von Nutzern oder die Notwendigkeit, regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Häufig entstehen Fragen wie: Warum sind unsere Wartungskosten höher als der Branchendurchschnitt? Wie können wir die Flächennutzung optimieren? Wodurch unterscheiden sich unsere Energiekennwerte von denen vergleichbarer Gebäude? Der Wunsch, über Umweltzertifizierungen ein „grünes“ Image zu erlangen, kann ebenfalls eine Analyse auslösen.

Voraussetzungen

Vor Beginn der Analyse sollten mehrere Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Eine klare Zieldefinition und Managementunterstützung sind entscheidend, weil Benchmarking Ressourcen erfordert und oft abteilungsübergreifende Zusammenarbeit erfordert. Ohne Vertrauen der Beteiligten ist die Datenlieferung möglicherweise unvollständig oder verfälscht. Darüber hinaus benötigt man belastbare Daten, transparente Kennzahlen und die Bereitschaft zum Lernen.

  • Management-Buy-in: Oberes Management und mittlere Führungsebene müssen das Projekt unterstützen, damit Ressourcen bereitgestellt werden und die Analyse als Verbesserungsprozess und nicht als Leistungskontrolle wahrgenommen wird.

  • Klare Ziele und Kennzahlen: Die zu vergleichenden Leistungsfaktoren (Kritische Erfolgsfaktoren) müssen definiert werden, um sinnvolle Vergleiche zu ermöglichen.

  • Validierte Datenbasis: Es bedarf valider interner Daten (z. B. Flächen, Kosten, Verbrauch), die durch ein CAFM oder ein anderes Informationssystem erfasst werden. Eine externe Validierung kann hilfreich sein, um Unstimmigkeiten zu vermeiden.

  • Vergleichspartner: Auswahl geeigneter externen Benchmarking-Partner (gleiche Branche oder andere Branchen, um neue Ideen zu gewinnen) ist notwendig. Interne Vergleiche über mehrere Standorte sind ebenfalls sinnvoll.

  • Ressourcen und Expertise: Ein Projektteam mit FM-Fachwissen, Datenanalyse-Kompetenz und Prozesskenntnis ist erforderlich.

Die genaue Auswahl hängt vom Ziel der Analyse ab, doch die folgenden Daten sind oft relevant:

  • Betriebskosten: Kennzahlen zu Reinigung, Instandhaltung, Energie, Sicherheit und Verwaltung, meist je Quadratmeter oder Nutzer.

  • Flächen- und Raumdaten: Belegte und freie Flächen, Belegungsdichte, Flächeneffizienz, Moves und Umzüge.

  • Energie- und Ressourcendaten: Verbräuche (Strom, Heizung, Wasser), CO₂-Emissionen, Abfallkennzahlen.

  • Instandhaltungsdaten: Anzahl und Kosten vorbeugender und korrigierender Wartungsmaßnahmen, Ausfallzeiten, Zustand der Anlagen.

  • Personal- und Servicedaten: FM-Personalstärken, Qualifikationen, Dienstleisterkosten, Service-Level-Erfüllung.

  • Nutzerzufriedenheit: Ergebnisse von Befragungen oder Beschwerdestatistiken.

Die Rollen können je nach Organisationsstruktur variieren:

  • Auftraggeber / Sponsor: In der Regel der Leiter Facility Management oder die Geschäftsleitung, die Ziele festlegt, Ressourcen bereitstellt und Entscheidungen trifft.

  • Benchmarking-Team: Interdisziplinäre Gruppe aus FM-Fachleuten, Datenanalysten und Prozessverantwortlichen, die das Projekt durchführt.

  • Datenverantwortliche: Mitarbeitende, die für das CAFM oder Datenbanken zuständig sind und die Datenerhebung und Überprüfung betreuen.

  • Externe Partner: Branchenverbände (z. B. IFMA), Beratungsunternehmen oder Forschungsinstitute, die Vergleichsdaten liefern und Best Practices vermitteln.

  • Nutzervertretung: Vertreter der Nutzer oder Mieter, die Feedback zu Servicequalität und Zufriedenheit geben und die Umsetzung neuer Prozesse begleiten.

Vorgehensstruktur

Die Best-Practice-Analyse folgt einem sequenziellen Ablauf. Eine klare Struktur erleichtert die Koordination und reduziert den Aufwand.

  • Ziele und Umfang festlegen: Kritische Erfolgsfaktoren bestimmen, Kennzahlen definieren und den Betrachtungsrahmen (Gebäude, Portfolio, Prozesse) festlegen.

  • Team zusammenstellen und Managementunterstützung sichern: Sponsor benennen, Projektteam bilden und Kommunikationsplan aufstellen; sicherstellen, dass das Team Verbesserungen und nicht Leistungsbewertung im Fokus hat.

  • Interne Daten sammeln: Bestehende Leistungsdaten aus CAFM, Energiemanagement-Systemen, Buchhaltung und Personalwesen zusammenstellen; Datenqualität überprüfen und ggf. validieren lassen.

  • Benchmarking-Partner auswählen: Geeignete externe oder interne Vergleichspartner identifizieren (Branche, Gebäudeart, Region); Teilnahmebedingungen klären und Datenaustausch vereinbaren.

  • Externe Daten beschaffen: Vergleichsdaten aus Branchenreports, Verbandsstudien oder Netzwerken sammeln; bei Bedarf anonymisierte Daten (Identity-blind) nutzen, um Wettbewerbsbedenken zu reduzieren.

  • Daten vergleichen und Kennzahlen berechnen: Einheitliche Bezugsgrößen (pro m², pro Nutzer) bilden, Leistungsvergleiche erstellen und Abweichungen analysieren; grafische Darstellungen und Dashboards nutzen.

  • Ursachenanalyse und Best Practices identifizieren: Ursachen für Leistungsunterschiede ermitteln (Prozesse, Technologien, Organisation); bewährte Verfahren der Benchmarking-Partner identifizieren und prüfen, ob sie auf die eigene Organisation übertragbar sind.

  • Maßnahmen entwickeln: Verbesserungsmaßnahmen formulieren, Verantwortlichkeiten definieren und Umsetzungsplan erstellen; Budgetbedarf und potenzielle Einsparungen darstellen.

  • Implementierung und Monitoring: Best Practices implementieren, Mitarbeitende schulen und Fortschritte anhand der definierten Kennzahlen verfolgen. Die kontinuierliche Messung und Überwachung sind essenziell, um den Erfolg zu bewerten und Anpassungen vorzunehmen.

  • Rückmeldung und kontinuierliche Verbesserung: Ergebnisse kommunizieren, Lernerfahrungen dokumentieren und die Benchmarking-Datenbank aktualisieren. Regelmäßig neue Benchmarks durchführen, um auf Veränderungen zu reagieren.

Erwartete Ergebnisse

Die Best-Practice-Analyse liefert eine klare Sicht auf die Leistungsposition des eigenen FM-Bereichs im Vergleich zu Wettbewerbern oder internen Standards. Erwartete Ergebnisse sind identifizierte Leistungsdefizite und Stärken, quantitative Vergleichsdaten und ein Portfolio an Best Practices, das als Vorlage für Prozessverbesserungen dient. In vielen Fällen führt die Analyse zu konkreten Handlungsplänen, welche die Betriebskosten senken, die Energieeffizienz steigern und die Servicequalität verbessern. Darüber hinaus kann sie die Grundlage für Nachhaltigkeitsprogramme und Zertifizierungen legen, indem sie Maßnahmen identifiziert, die zu einer „grünen“ Auszeichnung führen.

Vorteile der Methode

Die Vorteile der Best-Practice-Analyse sind vielfältig. Sie erlaubt es, „blinde Flecken“ in der Leistung aufzudecken und zielgerichtete Verbesserungen einzuleiten. Durch den Vergleich mit Marktführen erkennen Organisationen, wo sie im Wettbewerbsumfeld stehen, und können realistische Ziele setzen. Die Róka-Madarász-Studie listet eine Reihe von Nutzen auf: Identifikation der besten Praktiken, Unterstützung beim Erreichen von Umweltzertifizierungen, Wertsteigerung der Immobilien, Unterstützung des Business-Case für Veränderungen, Aufzeigen von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, Rechtfertigung von Kosten und Energieeffizienzmaßnahmen sowie Integration von CAFM-Systemen und Schulung im Instandhaltungsmanagement.

Zudem bietet die Methode eine Grundlage für Budgetverhandlungen, da datenbasierte Vergleiche die Argumentation für Investitionen untermauern. Sie fördert das organisationsweite Lernen, da Mitarbeitende die Prozesse anderer Einrichtungen kennenlernen und dadurch Innovationspotenzial erschließen. Benchmarking schafft Transparenz über Leistungen und kann den Dialog mit Dienstleistern verbessern, indem Service-Level-Vereinbarungen anhand externer Standards definiert werden. Schließlich stärkt die Best-Practice-Analyse den Fokus auf Nachhaltigkeit und langfristigen Werterhalt der Immobilien.

Grenzen der Methode

Trotz ihrer Vorteile hat die Best-Practice-Analyse auch Grenzen. Einer der häufigsten Hemmschuhe ist die Bereitschaft, Daten zu teilen: Unternehmen fürchten, Wettbewerbsvorteile zu verlieren oder Schwächen offenzulegen. Die Methode erfordert zudem erhebliche Ressourcen für Datenerhebung, Validierung und Analyse. Viele Organisationen sind schlanker geworden; es fehlt ihnen an Zeit und Personal, um Benchmarking durchzuführen, und ihre IT-Systeme sind nicht ausreichend automatisiert.

Ein weiterer Nachteil besteht in der Vergleichbarkeit der Daten

Gebäude unterscheiden sich hinsichtlich Alter, Nutzung, Standort und regulatorischem Umfeld, was die direkte Vergleichbarkeit erschwert. Auch der Fokus auf Kostenkennzahlen kann dazu führen, dass qualitative Aspekte wie Nutzerzufriedenheit oder Innovationsgrad vernachlässigt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass Best Practices unkritisch übernommen werden, obwohl sie nicht zum kulturellen oder organisatorischen Kontext passen. Schließlich kann eine falsch verstandene Benchmarking-Initiative von Mitarbeitenden als Kontrollinstrument wahrgenommen werden; daher muss die Kommunikation klarstellen, dass es um Systemverbesserung geht, nicht um Leistungsbewertung.

Zu den häufigsten Anwendungsfeldern zählen:

  • Gebäudebetrieb und Instandhaltung: Benchmarking der Wartungskosten pro Quadratmeter, der Reaktionszeiten bei Reparaturen und der Effektivität der vorbeugenden Wartung.

  • Energie- und Ressourcenmanagement: Vergleich von Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Wasserverbrauch; Ableitung von Energieeffizienzmaßnahmen.

  • Flächennutzung und Arbeitsplatzkonzepte: Analyse der Belegungsdichte, Desk Sharing und Raumflexibilität gegenüber Best Practices; Optimierung von Moves und Umzügen.

  • Dienstleistungsqualität: Bewertung von Cleaning Services, Sicherheitsdiensten und Catering anhand von Service-Level-Kennzahlen und Nutzerfeedback.

  • Strategische Portfolioanalyse: Vergleich von Standorten im Portfolio, um Investitionen, Desinvestitionen oder Sanierungen zu priorisieren; Nutzung externer Benchmarks zur Portfoliostrategie.

  • Nachhaltigkeit und Zertifizierungen: Identifikation von Best Practices, die zu Umweltzertifikaten (z. B. LEED, BREEAM) führen und den „grünen“ Status eines Unternehmens verbessern.

Verweise

Benchmarking und Best-Practice-Analysen sind in internationalen Standards und Leitfäden verankert.

Nachfolgend einige wichtige Rahmenwerke, die als Grundlage oder Referenz dienen können:

  • ISO 41011 / ISO 41012: Begriffsdefinitionen und Leitlinien für FM sowie Beschaffung und Verträge.

  • EN 15221-1 bis -7 (CEN): Europäische Normenreihe für Facility Management; insbesondere Teil 7 zu Leistungskennzahlen.

  • RICS Guidance Note „The Strategic Role of Facilities Management“: Beschreibt den FM-Zyklus und betont die Bedeutung von Benchmarking.

  • IFMA Benchmarks Research: Regelmäßige Studien mit umfassenden Daten zu Betriebskosten, Raumdichte und Servicekennzahlen für verschiedene Branchen.

  • Balanced Scorecard (Kaplan/Norton): Rahmenwerk für das Performance Management, das im Benchmarking verwendet werden kann, um mehrere Perspektiven (Kunde, Prozess, Finanzen, Lernen) abzudecken.

  • DMAIC (Six Sigma): Fünfstufiger Verbesserungsprozess (Define, Measure, Analyze, Improve, Control), der als Vorlage für strukturierte Benchmarking-Prozesse dient.

  • Data Envelopment Analysis (DEA): Verfahren zur Effizienzmessung und Best-Practice-Identifikation durch Vergleich mehrerer Entscheidungseinheiten.

Tools

Die Durchführung einer Best-Practice-Analyse wird durch digitale Werkzeuge erheblich erleichtert. Neben allgemeinen Datenanalyse-Tools sollten spezielle FM-Systeme eingesetzt werden.

  • CAFM/IWMS-Systeme: Software zur Erfassung von Gebäudedaten, Flächen, Kosten und Wartungsaktivitäten; Beispiele sind FM.connect – ein integriertes System mit Modulen für Flächenmanagement, Instandhaltung und Kostenkontrolle – oder andere Computer-aided FM-Lösungen.

  • Benchmarking-Plattformen: Verbandsbasierte Tools wie die IFMA Benchmarks oder das RICS BCIS bieten Vergleichsdaten zu Betriebskosten, Raumdichte und Energieverbrauch. Einige Plattformen (z. B. FM.connect Benchmarking-Modul) erlauben das Hochladen eigener Daten und den direkten Vergleich mit Branchenkennzahlen.

  • Datenanalyse- und Reporting-Werkzeuge: Business-Intelligence-Software (Power BI, Tableau) zur Visualisierung und Analyse der Kennzahlen; Statistik-Tools für Ursachenanalyse.

  • Energie- und Umweltmanagement-Systeme: Tools zur Erfassung und Analyse von Energieverbrauch und Emissionen sowie zur Simulation von Einsparpotenzialen.

  • Root-Cause-Analyse-Werkzeuge: Methoden wie Ishikawa-Diagramme oder die 5-Why-Methode, um Ursachen von Leistungsdefiziten zu identifizieren.

  • Qualitative Analyse-Tools: Umfrageplattformen zur Erfassung von Nutzerzufriedenheit und qualitativen Feedbacks.

  • FM.connect Tools: Spezifische Module innerhalb der FM.connect Suite wie das KPI-Dashboard, das Benchmarking-Tool und das Datenrepository erleichtern die Sammlung und Auswertung von Kennzahlen und die Umsetzung von Best Practices.